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Aus der Vereinsgeschichte
Die Anfänge der Spielmannsmusik in der Kirchengemeinde Dünschede reichen zurück in die Kriegsjahre 1915/1916.

In dieser Zeit unterrichtete der ehemalige Regiments- Tambour Clemens Böhmer aus Röllecken - im Rahmen der damaligen Jugendwehr - junge Leute im Trommel- und Flötenspiel. Eine geregelte Vereinstätigkeit konnte sich jedoch wegen der Einberufungen zum Militärdienst nicht entfalten. Zu erwähnen wäre noch aus dieser Zeit, dass die jungen Rekruten von dem späteren Tambourmajor Alois König mit der kleinen Trommel zum Bahnhof nach Grevenbrück begleitet wurden.

Die Gründung des Tambourcorps Dünschede erfolgte dann in den Nachkriegsjahren 1919/1920. Das Anlernen der Flötisten übernahm Toni Böhmer, welcher als Hornist beim Infanterie- Regiment81 Dienst getan hatte und Willi Neu aus Grevenbrück. Die Trommler wurden angelernt von Alois König (Regiments- Tambour im 1. Weltkrieg) und Josef Schneider aus Röllecken. Das junge Tambourcorps, welches bis 1939 dem Kriegerverein Dünschede angegliedert war, spielte in den ersten Jahren in folgender Besetzung:

Alois König (Tambourmajor), Toni Böhmer, Klemens König, August König, Franz König, Paul Schmidt, Josef Schröder, Peter Krummenerl, Josef Baumhoff, Josef Steinberg, Peter Böhmer und Ferdinand Hesse.

Später kamen noch hinzu:

Franz Krummenerl, August Baumhoff, Gottfried Weber, Toni Wüllner, Josef Bayer und Hubert Schürmann.


Der Posten des Tambourmajors wurde später von Paul Schmidt übernommen. Bis 1939 besuchte man die Wettstreite in Oedingen und Meggen.

Nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1949, aus welchem Peter Krummenerl, Josef Steinberg und August Baumhoff nicht zurückkehrten, wurde die Vereinstätigkeit mit neuen Leuten unter Mithilfe der Vorkriegsmitglieder Toni Böhmer, Ferdinand Hesse, Josef Baumhoff, August König, Franz König, Josef Bayer und Paul Schmidt wieder aufgenommen.



Die Instrumente, welche zum Teil sehr randaliert noch vorhanden waren, mussten zunächst zusammengesucht und instandgesetzt werden. Die erforderlichen Ersatzteile wurden teils aus eigenen Mitteln, teils mit Hilfe der Schützenbruderschaft finanziert. Das Tambourcorps wurde der Schützenbruderschaft, welche aus dem ehemaligen Kriegerverein hervorgegangen war, zunächst angeschlossen.

Als Neulinge versuchten sich an der kleinen Trommel Alfons König, Franz Steinberg, Rudi und Heinz Ax unter Anleitung von Franz und August König, an der Flöte Peter Weber, Adalbert Steinberg, Heinz Hütte, Rudi König und Günter Plaßmann unter Anleitung von Josef Baumhoff und Ferdinand Hesse. Die große Trommel und Becken wurden zunächst mit Altmitglied Josef Bayer und Neuling Walter Schmidt besetzt.

Die ersten Übungsstunden wurden in der Werkstatt von Josef Baumhoff abgehalten. Später verlegte man die Übungsstunden in die Schützenhalle Dünschede und in das Vereinslokal Weber in Röllecken.

Eingeprobt wurden zuerst die Märsche:
- Das Lieben bringt groß Freud
- Torgauer- Marsch
- Füsilier- Marsch
- Waidmannsheil
- Die Locke

                 

Als die Schützenbruderschaft im Jahre 1950 ihr Schützenfest feierte, war das Corps noch nicht in der Lage, komplett aufzutreten. Am 1. Festtag wirkte daher das Tambourcorps Grevenbrück mit. Für den 2. Festtag erklärten sich die Dünscheder Flötisten bereit, gemeinsam mit den Trommlern aus Grevenbrück aufzutreten. Als Tambourmajor fungierte Paul Schmidt. In diesem Jahr erfolgte noch ein Auftritt ohne fremde Hilfe anläßlich des Erntedankfestes in Dünschede.

Nach dem Schützenfest 1951 traten die Altmitglieder zurück. Das Amt des Tambourmajors übernahm Alfons König, welcher in den ersten Jahren gleichzeitig 1. Vorsitzender, Schriftführer und Kassierer war. Die Ausbildung der Trommler und Flötisten wurde ebenfalls von Alfons König durchgeführt, wobei er in den folgenden Jahren von Rudi Ax und Günter Plaßmann unterstützt wurde.


Das erste Freundschaftstreffen nach dem 2. Weltkrieg findet am 4. Mai 1952 in der Schützenhalle Dünschede statt. Die Gastvereine aus Langenei-Kickenbach, Kirchveischede, Meggen, Rönkhausen, Elspe, Heggen, Bamenohl und Grevenbrück treffen sich um 13.30 Uhr beim Gasthof Weber in Röllecken zum Festzug zur Schützenhalle. Im Anschluss daran findet ein Bühnenspiel von jeweils 3 Auftritten statt. Hierfür wird ein Auftrittsgeld von 0,50 DM pro Spielkamerad erhoben. Aus dem Erlös der Veranstaltung wird die erste Uniform angeschafft.

Das erste auswärtige Freundschaftstreffen findet am 18. Mai in Langenei-Kickenbach statt. Am 15. Juni tritt man der Tambour-Vereinigung »Lennering« bei.

Der Besuch des 1. Wettstreits führt am 3. Mai 1953 nach Gummersbach. Ebenfalls in diesem Jahr findet der Austritt des Tambourcorps als Einheit ausdem Schützenverein statt.

Ab 1954 wird im »Lennering« in 3 Klassen eine Wanderkette mit den Vereinen Elspe, Grevenbrück, Finnentrop, Bamenohl, Fredeburg, Heggen, Langenei- Kickenbach, Altenhundem, Helden, Saalhausen, Benolpe und Dünschede ausgespielt, welche bis 1957 vom Tambourcorps Dünschede in der 2. Klasse einmal und in der 1. Klasse fünfmal gewonnen wird.

Am 24. April 1955 findet auch ein Wettstreit des »Lennering« in Dünschede statt, dem dann ein Tanzabend folgte. Hierfür musste beim damaligen Amt Attendorn eine Genehmigung für »Eine öffentliche Lustbarkeit« eingeholt werden.

1956 geht es neben Freundschaftstreffen und dem Dünscheder Schützenfest zu Wettstreiten nach Langenei und Bamenohl.

In den Jahren 1957 und 1959 veranstaltet das Tambourcorps Dünschede u. a. ein Wunschkonzert mit der kleinen Besetzung der Feuerwehrkapelle Attendorn.

Das 40-jährige Bestehen wird am 8. Mai 1960 mit 7 auswärtigen Vereinen in der Dünscheder Schützenhalle nachgefeiert.

Nach 18-jähriger alleiniger Vorstandsarbeit von Alfons König, wird 1967 ein neuer Vorstand gewählt. 1. Vorsitzender wird Rudi Ax, 2. Vorsitzender Günter Plaßmann, Geschäftsführer  und Kassierer bleibt Alfons König. Beisitzer wird Norbert Krummenerl und Friedel Wüllner.

Zum 50-jährigen Jubiläum, welches man im Jahr 1970 nachfeiert, ernennt man die Vorkriegsmitglieder Anton Böhmer, Josef Schröder, Klemens König, Gottfried Weber, Josef Baumhoff, Hubert Schürmann, Josef Bayer und Franz König zu Ehrenmitgliedern. Bei den Neuwahlen wird der 2. Vorsitzende Günter Plaßmann und der Geschäftsführer und Kassierer Alfons König für 3 weitere Jahre wiedergewählt.

1971 wird der 1. Vorsitzende Rudi Ax und die Beisitzer Norbert Krummenerl und Friedel Wüllner für weitere 4 Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Am 1. Mai geht es zu einem großen Wettstreit nach Elspe. Nachdem das Corps bereits im Straßenspiel mit dem Marsch »In Treue fest« den 1. Preis errang, gelingt dies auch im Ehrenspiel mit »Unter Waffengefährten« und im Hauptehrenspiel mit dem Marsch »Unter dem Grillenbanner«. Ebenfalls kann der 1. Tambourmajorenpreis mit ins Repetal gehen.

Im Jahr 1973 stellt sich Alfons König nicht wieder zur Wahl. Neuer Schriftführer und Kassierer wird nun Friedel Wüllner. Der Posten des 2. Beisitzers wird mit Josef Weber besetzt. 2. Vorsitzender bleibt Günter Plaßmann.

1974 stehen keine Neuwahlen an. Auf einem Freundschaftstreffen am 11. Mai werden mit Alfons König, Rudi König, Peter Weber, Rudi Ax, Konrad Strack und Günter Plaßmann die ersten Nachkriegsjubilare  für 25-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt.

Im Jahr 1975 wird der 1. Vorsitzende Rudi Ax und die Beisitzer Norbert Krummenerl und Josef Weber wiedergewählt. Auf einem Wettstreit im September in Altenhundem wird ein 2. und 3. Preis sowie ein 1. Tambourmajorspreis erspielt.

Am 4. Mai 1977 feiert Alfons König sein 25-jähriges Tambourmajors-Jubiläum. Einige Freundschaftstreffen runden das Jahr ab.

1978 tritt das Tambourcorps u.a. zum 25-jährigen Jubiläum des Kirchenchores und zum Tag der offenen Tür beim Sportschützenverein Röllecken auf.

Am 28. und 29. April 1979 wird in der Schützenhalle Dünschede das 60-jährige Bestehen des Corps mit 16 Vereinen aus der näheren Umgebung gefeiert. Als Highlight an beiden Tagen spielt die von Friedel Wüllner kontaktierte Trachtenkapelle aus Entraching am Ammersee, welche durch den Bayerischen Rundfunk und das Deutsche Fernsehen bekannt war. Im Verlauf des Nachmittags werden die Aktiven Josef Weber, Norbert Krummener und Günter Ax für 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

Bei den Neuwahlen im Januar übernimmt Wolfgang Plaßmann den Posten des 2. Beisitzers von Josef Weber.

Im Jahr 1980 wird u. a. das Freundschaftstreffen in Lenhausen und Weringhausen besucht. Außerdem begleitet das Tambourcorps den Schützenverein Dünschede zum Bundesschützenfest nach Olpe.

Auf der Jahreshauptversammlung am 10. Januar 1981 werden die Spielkameraden  Helmut Groß und Friedel Wüllner für 25-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt. Am 19. März gratuliert eine Abordnung des Vorstands das Ehrenmitglied und Mitbegründer des Tambourcorps Josef Baumhoff zum 75. Geburtstag. Ein Ständchen wird am 21. Juli zum 80-jährigen Geburtstag des Ehrenmitglieds Hubert Schürmann gespielt. Neben den Freundschaftstreffen in Finnentrop und Fretter nimmt das Corps auch am Freundschaftstreffen in Bamenohl teil. Da der Tambourmajor Alfons König verhindert ist, muss zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte improvisiert werden. Die Stabführung übernimmt, der in Weringhausen wohnende und im dortigen Tambourcorps einige Jahre aktiv gewesene ehemalige Trommler des Tambourcorps Dünschede, Willi Ax.

Am 1. Januar 1982 tritt das Tambourcorps dem Deutschen Volksmusikerbund bei. Auf der Jahreshauptversammlung wird Norbert Schröder, Paul Schmidt, Walter Steinberg, Wendelin Fecker und Leo Schürmann für 25-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt. Neu gewählt wird Norbert Schröder (2. Vorsitzender), Friedel Wüllner (Geschäftsführer) und  Peter Weber jun. (Kassierer).

Bei den Wahlen 1983 wird der 1. Vorsitzende Rudi Ax sowie die Beisitzer Norbert Krummenerl und Wolfgang Plaßmann für 4 Jahre wiedergewählt.

Am 1. April 1984 nimmt das Corps an einem Kritikspiel des Deutschen Volksmusikerbundes teil. Ebenfalls besucht man einen Wettstreit in Fredeburg. Hier wird ein 5.,  ein 4. und im Straßenspiel ein 1. Preis erspielt.

1985 - Jahreshauptversammlung am 5. Januar. Nach 14-jähriger Tätigkeit stellt sich der verdiente Geschäftsführer Friedel Wüllner nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger wird Franz-Josef Witte. Als  2. Vorsitzender wird Norbert Schröder wiedergewählt. Die Ausbildung der Flötisten übernimmt Willi Berels mit Unterstützung von Josef Weber. Zu den vorhandenen Sopranflöten werden jetzt noch Alt-, Tenor- und Diskantflöten angeschafft. Am 19. Mai nimmt das Tambourcorps unter der Leitung des 2. Tambourmajors Hermann-Josef Plaßmann am Historischen Festzug der Stadt Attendorn teil.

Nachdem 1986 keine Neuwahlen stattfinden, wird 1987 ein neuer 1. Vorsitzender gewählt. Der bisherige 1. Vors. Rudi Ax gibt nach 20 Jahren sein Amt in jüngere Hände. Er wird von der Versammlung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitglied ernannt. Neuer 1. Vorsitzender wird Georg Löprich.

Das 70-jährige Bestehen wird am 29. und 30. Mai 1989 mit 19 Gastvereinen gebührend gefeiert. Die aktiven Mitglieder Günter Plaßmann, Rudi König, Rudi Ax und Alfons König erhalten für 40-jährige Vereinszugehörigkeit die goldene Ehrennadel des Deutschen Volksmusikerbundes.

1990 kauft die Stadt Attendorn das Vereinslokal Weber in dem das Tambourcorps, als gemeinnütziger Verein, jahrzehntelang geprobt hat. Nach wochenlangen Gesprächen und Schriftverkehr zwischen der Stadt Attendorn, allen politischen Fraktionen der Stadt und dem Tambourcorps wird in einem letzten klärendem Gespräch zwischen dem damaligen CDU-Fraktionschef Heinrich Schulte und dem Geschäftsführer des Corps Franz-Josef Witte ein neuer Übungsraum im Kindergarten in Röllecken zugewiesen.

Im Jahr 1991 tritt Alfons König nach 42-jähriger Vereinstätigkeit zurück und wird mit der Goldenen Dirigentennadel des Deutschen Volksmusikerbundes ausgezeichnet. Von der Versammlung wird er dann zum Ehrentambourmajor ernannt. Die Nachfolge von Alfons König tritt Hermann-Josef Plaßmann an, der schon zuvor das Amt des 2. Tambourmajors ausübte und auch die Ausbildung der Trommler übernommen hatte. Bei den Neuwahlen gibt es mehrere Änderungen. 
1. Vorsitzender wird Franz-Josef Witte, 2. Vorsitzender Leo Schürmann,
Geschäftsführer Wolfgang Plaßmann, Kassierer bleibt Peter Weber jun., Beisitzer werden Georg Löprich und Klaus Fecker. Im gleichen Jahr ein Novum in der Vereinsgeschichte des Tambourcorps. Nach Versammlungsbeschluss werden mit Nicole Böhmer, Kerstin Einacker, Friederike Hörnig, Nadja Plaßmann und Kerstin Schröder die ersten weiblichen Aktiven in den Verein aufgenommen und unter der bewährten Leitung von Willi Berels, welcher schon seit 40 Jahren in der Volksmusik aktiv ist, zu Flötistinnen ausgebildet.

1992 feiert Georg Löprich sein 25-jähriges Vereinsjubiläum. Anstelle des Frühlingsfestes »Tanz in den Mai« findet ein Waldfest statt. Nach Versammlungsbeschluss sollen neue Uniformen angefertigt werden, bei denen jeder verdienende Aktive 100 DM beisteuert.


Auf der Jahreshauptversammlung 1993 wird Alfons König für seine Treue und seines Einsatzes für den Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Auf Antrag des Vorstandswird auf Grund des enormen Anstiegs der Jugendlichen mit Nicole Böhmer und Ralf Junge 2 Jugendvertreter gewählt.

Das Jahr 1994 steht ganz im Zeichen des 75-jährigen Jubiläums. Die vom Vorstand vorgeschlagenen Termine 15./16./17. April sowie 24. September werden akzeptiert. Für den Kommersabend, welcher am Freitag, dem 15. April stattfindet, war es gelungen alle ehemaligen Aktiven des Corps zu einem Auftritt zu bewegen. Am nächsten Tag findet ein großer Festzug mit 26 Vereinen von Röllecken bis zur Schützenhalle Dünschede statt. Den Sonntag rundet ein Frühschoppenkonzert mit dem heimischen Musikverein, der Feuerwehrkapelle Attendorn und den befreundeten Tambourcorps aus Ödekoven und Bonn-Oberkassel ab. Zum Abschluss des Jubiläums verpflichtet man die durch Funk und Fernsehen bekannte Mädchenband »Die bayerische 7«.

1995 wird der 1. Vorsitzende Franz-Josef Witte für weitere 4 Jahre einstimmig wiedergewählt. Ebenso Georg Löprich als Beisitzer. 2. Beisitzer für den ausscheidenden Klaus Fecker wird Frank Steinberg. Helmut Groß wird für 40-jähige Vereinszugehörigkeit mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Nicole Böhmer (Flöten) und Michael Witte (Trommeln) erklären sich bereit, bei der Ausbildungsarbeit mitzuhelfen. Das Corps umfasst zur Zeit, mit Auszubildenden, 56 Aktive. Um dem Interesse der vielen Jugendlichen nachzukommen, wird von Übungsleiter Willi Berels eine »Band« ins Leben gerufen, die unter seiner Leitung u. a. am 21. Mai  die musikalische Mitgestaltung des Hochamtes, anlässlich der Gemeindemission in der Pfarrkirche, übernahm.

1996 wird Michael Witte und Ralf Krummenerl mit der Bronzenen Ehrennadel des Deutschen Volksmusikerbundes für 10-jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet.

Bei den Wahlen 1997 wird der 2. Vorsitzende Leo Schürmann und der Geschäftsführer Wolfgang Plaßmann einstimmig wiedergewählt. Neuer Kassierer wird Georg Löprich. Für ihn übernimmt das Amt des Beisitzers Hermann-Josef Plaßmann.
Am 28. Mai verstarb der Mitbegründer des Vereins Josef Baumhoff im Alter von 91 Jahren.

Eine außerplanmäßige Wahl steht 1998 an. Der erst vor einem Jahr gewählte Kassierer Georg Löprich stellt aus Zeitmangel sein Amt zur Verfügung. Als Nachfolger wird sein langjähriger Vorgänger Peter Weber jun. wiedergewählt. Dieser und Geschäftsführer Wolfgang Plaßmann werden für 25-jährige Vereinstreue geehrt.

Zur Wahl des 1. Vorsitzenden am 16. Januar 1999 kann sich Franz-Josef Witte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stellen. Sein Nachfolger wird nach 2 Wahlgängen Matthias Plaßmann. Das 80-jährige Bestehen des Corps wird am 30./31. Oktober mit 21 Vereinen aus nah und fern gefeiert. In einer Auftrittspause nimmt man die Gelegenheit wahr, Rudi König und Günter Plaßmann für 50-jährige aktive Mitgliedschaft mit der Landesehrenplakette auszuzeichnen.

Im Jahr 2000 stehen einige Neuwahlen an. Der 2. Vorsitzende Leo Schürmann will nicht mehr kandidieren. Seinen Posten übernimmt der bisherige Beisitzer Frank Steinberg. Geschäftsführer Wolfgang Plaßmann wird ersetzt durch Michael Witte. Den freigewordenen Beisitzerposten übernimmt dann Leo Schürmann. Peter Weber jun. wird als Kassierer wiedergewählt. Für besondere Dienste um die Volksmusik wird Wolfgang Plaßmann nach 21 Jahren als Beisitzer und Geschäftsführer im Verein mit der Landesehrenmedaille und einer Urkunde geehrt. Für 10-jährige Mitgliedschaft wird Ralf Junge mit der Bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet. Vereinsintern wird Franz- Josef Witte nach 14 Jahren Vorstandsarbeit mit einem Vereinsbild und einem Präsent überrascht.

Ein schwarzer Tag in der Vereinsgeschichte ist der 2. Mai. Ein Schwelbrandt hatt sich im Übungsraum entfacht und zerstört dort die eingelagerten Instrumente, einen Teil der Uniformen und Notenmaterial. Auch ein großer Teil von Pokalen und Plaketten sind nicht mehr auszustellen. Der Schaden beträgt ca. 20.000 DM. Durch spontane und großzügige Spenden der benachbarten und befreundeten Vereine, Firmen, Geldinstitute, Freunde und Gönner, kann somit ein großer Teil des Schadens wieder behoben werden.

Auf der Jahreshauptversammlung 2001 wird Christoph Plaßmann für Hermann-Josef Plaßmann zum Beisitzer gewählt. Maraike Peschel wird als Jugendsprecherin in ihrem Amt bestätigt. Der Kreisfachleiter für das Spielmannswesen Herr Heinz Heider zeichnet Hermann-Josef Plaßmann für 10 Jahre Tambourmajor mit der bronzenen Dirigentennadel des Deutschen Volksmusikerbundes aus. Für 10-jährige Vereinstreue werden Nicole Böhmer, Friederike Hörnig und Martin Kranefeld mit der bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet.


2002 wird Torsten Roland als Jugendsprecher wiedergewählt. Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wird Hermann-Josef Plaßmann
und Christoph Plaßmann für ihre engagierte Tätigkeit mit einemAbzeichen und einer Urkunde geehrt.

Im Jahr 2003 wird mit Norbert Wurmbach ein neuer Kassierer gewählt. Der bisherige Kassierer Peter Weber jun. übernimmt für
den ausscheidenden Leo Schürmann das Amt des 2. Beisitzers. Als Jugendsprecher fungieren nun Maraike Peschel und Nadine Schäfers. Für 50-jährige Vereinszugehörigkeit erhalten Josef Weber und Norbert Krummenerl die Goldene Ehrennadel und den
Bundesehrenbrief vom Bundesverband Deutscher Volksmusikerverbände. Für 40-jährige Vereinszugehörigkeit erhält
Franz-Josef Witte ebenfalls die Goldene Ehrennadel und die Landesehrenurkunde. Für 30-jährige Vereintreue werden Wolfgang Plaßmann und Peter Weber jun. mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Matthias Plaßmann wird für 25-jährige Vereinszugehörigkeit mit der Treuenadel, Abzeichen und einer vereinsinternen Urkunde ausgezeichnet.

2004 kann Tambourmajor Hermann-Josef Plaßmann, welcher am 8. März 2003 zum Kreisfachleiter für das Spielmannswesen im Deutschen Volksmusikerbund gewählt worden war, Frank Steinberg für 20-jährige Vereinszugehörigkeit, mit der Silbernen und Maraike Peschel und Patrick Plaßmann für 10-jährige Vereinszugehörigkeit die Bronzene Ehrennadel überreichen.
Mit dem Prädikat »Mit sehr gutem Erfolg« nimmt das Corps am 23. Mai am Wertungsspiel anlässlich  des 5. Landesmusikfestes NRW teil. Im laufe des Jahres verzieht der Kassierer Norbert Wurmbach. Die Kasse wird bis zur nächsten Jahreshauptversammlung kommissarisch vom 1. Vorsitzenden Matthias Plassmann übernommen. Das 85-jährige Bestehen feiert man am letzten Oktoberwochenende mit 30 Vereinen in der Schützenhalle Dünschede. Ein Seminar für Stabführer, an dem Tambourmajor Hermann-Josef Plaßmann und sein Stellvertreter Michael Witte teilnehmen, rundet das Jahr ab.

Auf der Jahreshauptversammlung 2005 steht zuerst die unbesetzte Position des Kassierers zur Disposition. Man einigt sich darauf, dass Matthias Plaßmann der neue Kassierer wird und sein Bruder Wolfgang den Vorsitz bis zur nächsten Wahl übernimmt. Einstimmig wiedergewählt wird der 2. Vorsitzende Frank Steinberg, Geschäftsführer Michael Witte und der 2. Beisitzer Peter Weber jun.. Andre Wagner wird einstimmig zum Jugendsprecher gewählt.
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wird im Freizeitheim Merkhausen bei Wiehl ein Probewochenende durchgeführt. Hier wird mit Hilfe auswärtiger Dozenten das Musikstück »Mars der Medici« einstudiert. Ebenfalls wird die Aufarbeitung bereits vorhandener Musikstücke in Angriff genommen.Am 17. Januar verstirbt plötzlich und unerwartet im Alter von nur 41 Jahren der Schlagzeuger Uwe Schmidt und am 22. April das Ehrenmitglied Helmut Groß. Derzeit besteht das Corps noch aus 33 Aktiven Mitgliedern.

Bei den Wahlen 2006 wird der 1. Vorsitzende Wolfgang Plaßmann, Kassierer Matthias Plaßmann, der 1. Beisitzer Christoph Plaßmann und die Jugendsprecherin Nadine Schäfers einstimmig wiedergewählt. Der Ehrenvorsitzende des Volksmusikerbundes im Kreis Olpe, Herr Herbert Tillmann, kann folgende Ehrungen vornehmen: Für 10-jährige Vereinszugehörigkeit erhalten Trixi Junge und Michael Schrewe die Bronzene Ehrennadel. Für 20 Jahre Michael Witte und Ralf Krummenerl die Silberne Ehrennadel. Die Silberne Dirigentennadel erhält Hermann-Josef Plaßmann für 15-jährige Aktivität als Tambourmajor. Als »Highlight« durfte Herr Tillmann Walter Steinberg, Norbert Schröder und Leo Schürmann für 50-jährige Treue zur Musik auszeichnen. Sie werden daraufhin von der Versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt. Aber auch weniger Erfreuliches kam auf den Verein zu. Nach 16-jähriger Probe im Turnraum des Kindergartens in Röllecken teilt der Elternverein mit, dass die Räumlichkeiten ab Januar 2007 dem Corps nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein kleiner Schock für den Verein. Doch man bleibt nicht untätig und findet schließlich mit dem Schützenverein einen sehr kooperativen Helfer. Am 15. Juni verstirbt das Ehrenmitglied Peter Weber und am 5. September der Ehrentambourmajor Alfons König.

2007 - Nadine Schäfers wird für 10-jährige Vereinszugehörigkeit mit der Bronzenen Ehrennadel, Hermann-Josef und sein Vetter Christof Plaßmann für 30-jährige Vereinszugehörigkeit mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Georg Löprich erhält für 40-jährige Vereinszugehörigkeit ebenfalls die Goldene Ehrennadel incl. Urkunde . Die Proben finden nun im Speiseraum der Schützenhalle statt. Zur Unterbringung der Instrumente wird ein Kellerraum zur Verfügung gestellt. Beim Besuch eines Wertungsspiels am 21. April in Attendorn erreicht man in der Kategorie Mittelstufe mit den Märschen »Mars der Medici« und »Immer wenn die Sonne scheint« das Leistungsprädikat »Gut«. Am 12. September verstirbt nach langer Krankheit der ehemalige Ausbilder Willi Berels.

Im Jahr 2008 wird der 2. Vorsitzende Frank Steinberg, Geschäftsführer Michael Witte und Jugendsprecherin Nadine Schäfers einstimmig wiedergewählt. Das Amt des 2. Beisitzers, bisher Peter Weber jun., wird von Andre Wagner übernommen. Den freigewordenen Posten des 2. Jugendsprechers bekleidet nun Trixi Junge. Für 30-jährige Vereinstreue wird Matthias Plaßmann die Goldene Ehrennadel verliehen. Am 24. Februar findet in der Schützenhalle eine offene Probe statt, bei der einige interessierte Kinder für das Corps gewonnen werden können. Am 30. September verstirbt nach langer Krankheit das Ehrenmitglied und früherer langjähriger Flötenausbilder Günter Plaßmann. Im November besuchen ein paar interessierte Vereinsmitglieder das Seminar »Neue Spielmannsliteratur«, welches vom Deutschen Volksmusikerbund angeboten wird. Am 4. Adventssonntag nimmt das Tambourcorps erstmals am Weihnachtskonzert der musiktreibenden Vereine der Kirchengemeinde Dünschede teil. Hierbei kann das Corps u. a. mit dem »Trommellied« und einigen anderen Stücken überzeugen.

Im Jahr 2009 wird das Tambourcorps Dünschede 90 Jahre alt. Bei den Wahlen im Januar wird der 1. Vorsitzende Wolfgang Plaßmann, Kassierer Matthias Plaßmann, Beisitzer Christof Plaßmann und Trixi Junge als 2. Jugendsprecherin in ihren Ämtern bestätigt. Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wird Frank Steinberg geehrt. Die Silberne Ehrennadel des Deutschen Volksmusikerbundes erhalten Andre Wagner und Torsten Roland für 20-jährige Vereinstreue.
Unter anderem spielt man auf dem 100-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Dünschede und dem 125-jährigen Jubiläum des Schützenvereins Dünschede. Letzteres wird dem Corps durch den Kaiserschuss ihres Spielkameraden Leo Schürmann und dem Königsschuss ihres 1. Vorsitzenden Wolfgang Plaßmann in guter Erinnerung bleiben. Als Höhepunkt des Jahres wird am 24. und 25 Oktober, mit 750, dem Tambourcorps nahestehenden Musikern, das 90-jährige Bestehen in der Schützenhalle zu Dünschede gefeiert. Anstelle der üblichen Gastgeschenke wird der Kirchengemeinde Dünschede ein Scheck von 500 Euro zur Renovierung der Leichenhalle überreicht. Zum Abschluss der Feierlichkeiten trägt das Tambourcorps am 8. November zur Gestaltung der heiligen Messe bei, welche unter der musikalischen Leitung ihres Tambourmajors Hermann-Josef Plassmann, dem bereits seit 1995 hauptverantwortlichen Flötenausbilder Josef Weber und Michael Witte (Trommler) hervorragend einstudiert und vorgetragen wird.